Schulbauprogramm BAUSTEIN Saarland
232 Millionen Euro für Schulen im Saarland.
Das Schulbauprogramm BAUSTEIN ist das größte kommunale Förderprogramm in der Geschichte des Saarlandes. Es bündelt Bundes-, Landes- und EU-Mittel für Sanierung, Modernisierung und Neubau kommunaler Schulgebäude. Der Schlüssel zum größten Einzeltopf, dem Transformationsfonds mit 100 Mio. Euro, ist ein zugelassener Energieeffizienz-Experte.
Das Programm
Was ist das Schulbauprogramm BAUSTEIN?
BAUSTEIN steht für Bauliche Aufwertung und Umrüstung für Schulen in Technik, Effizienz, Innovation und Nachhaltigkeit. Das Programm bündelt Bundes-, Landes- und EU-Fördermittel in einer einzigen Förderkulisse und unterstützt saarländische Kommunen als Schulträger bei Sanierung, Modernisierung, energetischer Ertüchtigung und Neubau kommunaler Schulgebäude.
Es ist das größte kommunale Förderprogramm in der Geschichte des Saarlandes, administriert vom Ministerium für Inneres, Bauen und Sport (MIBS). Die Laufzeit ist auf fünf Jahre angelegt, von Januar 2024 bis Dezember 2028. Antragsteller sind die Kommunen als Schulträger.
232,85 Mio. €
Gesamtvolumen aus Bundes-, Landes- und EU-Mitteln
5 Töpfe
Gebündelte Förderprogramme in einer Förderkulisse
90 %
Maximale Förderquote der zuwendungsfähigen Kosten
Stand August 2025
Der Großteil der Mittel ist noch nicht abgerufen.
Nach gut einem Drittel der Programmlaufzeit sind erst rund 18 Prozent der Gesamtsumme verplant. Neun Projekte wurden bislang bewilligt, überwiegend von größeren Kommunen. Zahlreiche kleine und mittlere Gemeinden haben ihre Anträge noch nicht gestellt.
Die Mittel werden nicht nach dem Windhundprinzip vergeben, aber die Laufzeit ist begrenzt. Wer frühzeitig plant, sichert sich die verfügbare Förderkulisse und hat mehr Spielraum bei der Projektgestaltung. Ein zugelassener Energieeffizienz-Experte ist für den größten Fördertopf Pflicht und der erste notwendige Schritt für jede Antragstellung.
Quelle: SR.de, Aaron Klein / Christian Leistenschneider, 19. August 2025
Finanzierung
Die fünf Fördertöpfe im Überblick
BAUSTEIN bündelt fünf Förderprogramme von Bund, Land und EU in einer Förderkulisse. Die Töpfe haben unterschiedliche Ziele und Voraussetzungen. Entscheidend ist die richtige Kombination, um die maximale Förderquote von 90 Prozent zu erreichen.
100 Mio. €
Fördertopf 01 · Landesmittel
Transformationsfonds
Gefördert werden energetische Sanierungen der Gebäudehülle, Heizungsanlagen und Haustechnik sowie klimaneutraler Neubau und Erweiterung kommunaler Schulgebäude. Die Mittel werden zu 75 % an Gemeinden und zu 25 % an Gemeindeverbände ausgezahlt, budgetiert nach Schülerzahlen. Bei Kombination mehrerer Töpfe gilt eine Gesamtfördergrenze von 90 v. H. der zuwendungsfähigen Kosten.
50 Mio. €
Fördertopf 02 · Landesmittel
Sondervermögen Zukunftsinitiative
Förderfähig sind allgemeine Sanierungen wie Sanitäranlagen, Klassenräume und Bodenbeläge sowie der Ausbau ganztägiger Bildungsangebote. Der Topf dient als Kofinanzierung zu KfW, BAFA und weiteren Bundesprogrammen. Das enthaltene Sofortprogramm gilt rückwirkend ab Oktober 2023 und wird als Pauschale zu 100 % ausgezahlt.
40 Mio. €
Fördertopf 03 · Bundesmittel + Landesmittel
Investitionsprogramm Ganztagsausbau
Das Programm setzt die Bundesvorgaben zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter baulich um. Förderfähig sind alle Investitionen, die für einen funktionierenden Ganztagsbetrieb direkt erforderlich sind.
32,85 Mio. €
Fördertopf 04 · Bundesmittel + Landesmittel
Startchancen-Programm (Säule 1)
Das Startchancen-Programm ist ein Bundesprogramm zur Verbesserung der Bildungschancen. Säule 1 richtet sich gezielt an Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schülerinnen und Schüler und finanziert bauliche Investitionen in eine förderliche Lernumgebung.
10 Mio. €
Fördertopf 05 · EU-Mittel (EFRE)
Zukunftsenergieprogramm Kommunal (ZEP)
Der ZEP-Kommunal wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gespeist und vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie (MWIDE) administriert. Wichtig für die Planung: Eine Kombination mit KfW-Programmen ist ausgeschlossen. Beim Transformationsfonds ist der ZEP daher nur als Alternative einsetzbar, nicht als Ergänzung.
Mittelverteilung Transformationsfonds + Zukunftsinitiative nach Schülerzahlen (StaLa-Abfrage September 2022, ausschließlich kommunale Trägerschaft). Bei Inanspruchnahme mehrerer Töpfe gilt eine Gesamtfördergrenze von 90 v. H. der zuwendungsfähigen Kosten. Alle Angaben ohne Gewähr.
So funktioniert es
Vom Erstgespräch zur Förderzusage
Der Weg zur BAUSTEIN-Förderung besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Schritten: Zuerst wird die BEG-Förderung bei KfW oder BAFA gesichert. Auf dieser Grundlage beantragt die Kommune anschließend die Mittel aus dem Schulbauprogramm beim MIBS. Wir begleiten den gesamten Prozess.
Erstgespräch und Analyse des Bauvorhabens
Wir klären Art und Umfang des Vorhabens, den energetischen Zustand des Schulgebäudes und die förderfähigen Maßnahmen.
Optimale Förderkulisse abstimmen
Wir ermitteln die kombinierbare Förderstrategie und das kommunale Budget aus Transformationsfonds und Zukunftsinitiative.
BEG-Antrag bei KfW oder BAFA stellen
Als zugelassene Energieeffizienz-Experten stellen wir den Förderantrag nach BEG und begleiten alle energetischen Nachweise bis zur Förderzusage.
BAUSTEIN-Antrag beim MIBS stellen
Mit der KfW- oder BAFA-Zusage in der Hand beantragt die Kommune die BAUSTEIN-Mittel beim Ministerium für Inneres, Bauen und Sport. Wir unterstützen bei den Unterlagen.
Planung, Baubegleitung und Abrechnung
Wir übernehmen die energetische Fachplanung, begleiten die Bauausführung und erstellen die abschließenden Nachweise gegenüber Fördermittelgeber und MIBS.
Kein Windhundprinzip: Die Mittel sind Ihrer Kommune bereits budgetiert. Entscheidend ist, den Antrag rechtzeitig vor Programmende (31. Dezember 2028) zu stellen und alle Fördervoraussetzungen vollständig zu erfüllen.
FAQs
Häufige Fragen zum Schulbauprogramm BAUSTEIN
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BEG-Förderung.
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